Paartherapie König-Greiling

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Beziehungs-Phasen

Was eine Partnerschaft durchläuft…

Die erste Zeit der Verliebtheit ist uns wohl allen bekannt. Man läuft mit der sprichwörtlichen rosaroten Brille durch die Welt und hat für nichts anderes mehr Augen als für den neuen Partner. Man kann es kaum erwarten, sich wieder zu sehen und vermisst sich schon nach wenigen Minuten.

Bei vielen Paaren ist diese Zeit allerdings relativ schnell vorbei. Der Alltag kehrt in die Beziehung ein, man ödet sich an, streitet sich oder - was vielleicht noch schlimmer ist - leidet nur still vor sich hin. Kurzfristig sind solche Phasen in jeder Beziehung normal, wird diese Phase allerdings zum Dauerzustand, sollte dringend etwas geändert werden.

Einige Paare schaffen es, sich neben den alltäglichen Herausforderungen und Schwierigkeiten immer noch etwas von der anfänglichen Verliebtheit zu bewahren. Alle anderen können es vielleicht schaffen, sich ein wenig davon zurückzuerobern.

Zurückgehend auf Ehetherapeutin Liberty Kovacs gibt es sechs unterschiedliche Phasen, die eine Beziehung durchlaufen kann. Dabei muss allerdings nicht grundsätzlich jede Phase auch eintreffen. Manche Beziehungen bleiben in einer Phase stecken, machen Rückschritte oder erreichen schlicht und einfach erst gar nicht die letzte Phase.

1. Verliebheit
Die Partner können nicht genug voneinander bekommen. Der langersehnte Seelenverwandte scheint gefunden. Es scheint niemand jemals so gut zu einem gepasst zu haben wie gerade dieser Partner. Der Partner wird anhand der eigenen - manchmal auch unbewussten – Bedürfnisse idealisiert. Diese Phase dauert durchschnittlich zwischen 9 und 15 Monaten. Und gleicht dem hirnphysiologisch - hormonellen Zustand von ernsthaften psychiatrischen Störungen. Größte Gefahr in dieser Phase: Der Wunsch nach Nähe des einen Partners trifft auf die Angst, vereinnahmt zu werden beim anderen.

2. Rückkehr zur Normalität
Die Partner erleben sich gegenseitig ohne den hormonellen Rausch der ersten Phase der Verliebtheit. Der Partner wird realistischer erkannt und die Alltagstauglichkeit tritt in den Vordergrund. Passen die Lebensentwürfe, Gewohnheiten und Bedürfnisse zusammen, oder sind diese zu unterschiedlich für eine gemeinsame Zukunft. In dieser Phase trennt sich die Spreu vom Weizen: Beziehungen mit Zukunftspotenzial und solche, die dem Alltag nicht standhalten.

3. Umerziehungsversuche
Jetzt wird versucht, passend zu machen was nicht passt. Um es gleich vorweg zu nehmen: Versuche, den Partner zu verändern, müssen scheitern. Lassen Sie es am besten gleich bleiben. Den idealen Partner gibt es nicht. Schauen Sie, ob Sie mit dem Partner genauso wie er jetzt ist, gut leben können. Und denken Sie eher darüber nach, was Sie selbst dazu beitragen können, um wirklich ein gutes Leben miteinander zu führen. Sollte dies nur unter sehr großen Anstrengungen möglich sein, wird Ihre Beziehung auf Dauer keinen Bestand haben. Oder einer der Partner verliert sich selbst.

4. Zweifel
Ist der Partner der Richtige? Weitermachen oder ein Neuanfang?
Alleine oder zu zweit?
Wenn die Umerziehungsversuche aufhören, beginnt die Zeit der Zweifel, ob es sich lohnt, die Zukunft gemeinsam zu verbringen. Manchmal ist dies auch die Phase, sich durch Seitensprünge von den Zweifeln abzulenken oder der Lösungsversuch, die vermissten Bedürfnisse zu stillen.

5. Erkenntnis
Dies ist die Phase, in der der Partner so gesehen und angenommen wird, wie er ist. Ohne Umerziehungsversuche und ohne größere Zweifel, ob er der Richtige ist. Es ist die Phase, den Partner so zu nehmen wie er ist. Jeder Jeck ist anders, sagt der Kölner. Wenn Sie zu 70 % zufrieden mit den Eigenschaften Ihres Partners sind, entspricht dies der größtmöglich zu erreichenden Perfektion.

6. Förderphase
Jetzt kann die Andersartigkeit des Partners als Bereicherung wahrgenommen werden. Dort, wo es noch schwer fällt mit der Toleranz, kann Humor weiterhelfen. Es ist die Phase der Erkenntnis, was jeder selbst zum Gelingen der erfüllten Partnerschaft beitragen kann.Die Energie wird anstelle von Streit, Erziehungsversuchen, Fremdgehen ect. in Beziehungs-Wachstum und erfüllende Interessen investiert. Geborgenheit, Sicherheit und innerer Frieden belohnen für die vorangegangene Beziehungsarbeit.